Gewinner der Alterskategorie JUNGE ERWACHSENE (18-25 Jahre)

Lobende Erwähnung "Cinematic Love Story"

3. Preis "Roboter"

2. Preis "Cola oder Limo?"

1. Preis "Mehr Pech als Verstand"

Die Jury 2020 unter der Leitung von Vanessa Linnemann von jung&talentiert bestand aus Can Körpülü, Irina Steinhauer, Lotte Ruf und Shamila Lengsfeld. Die Filmexperten haben insegsamt 4 Filme ausgezeichnet.

Lobende Erwähnung "Cinematic Love Story" von Patrick Büchting aus Bonn

Begründung von Juryleitung Vanessa Linnemann:

Lobend erwähnen möchtedie Jury die Kameraarbeit von Oona Mitchell für den Film "Cinematic Love Story" von Patrick Büchting. Gekonntes Framing, lebendige Kamerabewegung und interessante Perspektiven zeichnen Oonas Bildgestaltung aus. Ein Film, den wir sehr gerne einmal im Kino vor dem Hauptfilm sehen würden.Vielen Dank für diesen tollen Beitrag an das ganze Team von "Cinematic Love Story".

 

3. Preis "Roboter" vom Medienprojekt Wuppertal

Begründung von Jurymitglied Irina Steinhauer:

Wir möchten Platz 3 gerne an einen Film vergeben, dem es gelungen ist mit Feingefühl in der Erzählung und tollen Bildern auf ein äußerst wichtiges Thema hinzuweisen. Den Protagonisten wird eine Stimme gegeben, ohne sie vorzuführen. Und Sätze wie "ich fühle mich wie ein Produkt" und "nicht nur Erwachsenen haben Verantwortung, auch wir Kinder" regen stark zum Nachdenken an. Herzlichen Glückwunsch an das Team von "Roboter" vom Medienprojekt Wuppertal zum dritten Platz.

 

2. Preis "Cola oder Limo" von Anna Lena Höhne aus Mülheim a.d.R.

Begründung von Jurymitglied Irina Steinhauer:

„Cola oder Limo?“, das klingt vermutlich für die meisten Erwachsenen nicht nach einer weltbewegenden Frage. Cola oder Limo halt. Aber für den jungen Protagonisten des Films, stehen die beiden Optionen für so viel mehr als die recht banale Frage, ob man sein Taschengeld am Kiosktresen gut investiert und sich für das richtige Getränk entscheidet. „Cola oder Limo“ entwickelt sich in den Gedanken des Jungen zu einer existentiellen Entscheidung, nämlich „Papa oder Mama?“. Und diesen Prozess im Inneren des Jungen lässt uns der Film von Anna Lena Höhne miterleben. Klug und wohl dosiert nutzt sie gestalterische Mittel um den inneren Konflikt zu transportieren und wahrnehmbar zu machen, sowohl auf der Bild- also auch auf der Tonebene. Wir hören Jonas‘ inneres Zwiegespräch, untermalt von Geräuschen die er mit seinen Eltern verbindet. Wir hören die Gute-Nacht-Geschichte seines Vaters und die tröstenden Worte seiner Mutter und wir sehen wie Jonas‘ Gedanken springen, wie sie zwischen den zwei Optionen hin und her hüpfen: Cola, Limo und irgendwo dazwischen auf der anderen Seite, Jonas. Im Kontrast zu diesem Gedankenstrudel, in den uns die Kiosk-Szene hinein zieht, steht die Rückblende in Jonas‘ Kinderzimmer. Das Tempo ist langsamer, die Einstellungsgrößen tendenziell weiter: es herrscht eine bedrückende Stille. Was uns an „Cola oder Limo“ begeistert, ist die Art wie sich Anna Lena Höhne diesem komplexen Thema nähert, wie sie die Welt der Erwachsenen, in der sich die Eltern trennen und der Junge sich entscheiden soll zwischen einem der beiden, übersetzt in die Sprache des Kindes. Cola oder Limo als Metapher. Überzeugt hat uns auch die Dramaturgie des Filmes. Er läuft nicht chronologisch, sondern zeigt die erklärende Szene im Kinderzimmer als Rückblende, womit einerseits Spannung erzeugt wird, andererseits gibt es uns Zuschauern die Möglichkeit ganz ohne Vorwissen sich auf die Gedanken des Jungen einzulassen. Nicht zu vergessen, ist auch die herausragende schauspielerische Leistung. Alles in allem ist „Cola oder Limo“ ein absolut runder Film der mit viel Feingefühl der Gedankenwelt und dem inneren Konflikt des Kindes Ausdruck verleiht. Herzlichen Glückwunsch!

 

1. Preis "Mehr Pech als Verstand" von Julius Herzog (Technische Hochschule Ostwestfalen Lippe)

Begründung von Jurymitglied Can Köprülü:

Ein Wagen fährt vor, im Hintergrund eine Bank. Der Protagonist setzt die Sturmmaske auf... soweit der Filmische Alltag. Dann jedoch der geschickte Twist weshalb die Sequenz dann ganz anders abläuft als 1000fach gesehen: Die Geisel des Bankräubers stellt sich als seine Tochter heraus. Die resultierende Dynamik macht Spaß und ist gekonnt in Szene gesetzt. Gerade wenn man in Versuchung kommt zu hinterfragen, ob das alles etwas zu viel Zufall ist, gibt die Pointe einem nochmal einen Lacher mit in den Abspann. Wirklich schön erzählt und deshalb von der Jury Einstimmig auf Platz 1. Herzlichen Glückwunsch und vielen Dank für den schönen Film!

Gewinner der Alterskategorie TEENS (14-17 Jahre)

3. Preis "Mir doch egal"

2. Preis "#Bellas Foto"

1. Preis "unerhört"

Die Jury 2020, bestehend aus Luisa, Marie, Piet, Pascal und Marlon unter der Leitung von Tontechniker & Filmemacher Mark Koppe, hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht!

Preis 3: "Mir doch egal" vom Medienprojekt Wuppertal

Begründung der Jury:
Es wächst und verselbstständigt sich, wenn man nicht aufpasst und wenn es jeder machen würde wäre unser Umfeld nach kurzer Zeit nicht mehr so schön. Wir aus der Jury sind uns einig, dass das Thema des Films leider immer noch eine hohe Relevanz hat, auch oder gerade in der Schule. Der Film zeigt in dramatischen Bildern, wie sich ein Problem innerhalb kurzer Zeit soweit hochschaukeln kann, dass man fast darin ertrinkt und zeigt auf, wie wichtig es ist, in manchen Bereichen „an einem Strang zu ziehen“. Neben dem Thema hat uns die Art und Weise der Auseinandersetzung und die Aufbereitung der Geschichte besonders gefallen. Die Story wurde sehr kreativ umgesetzt. Der Müll quirlt uns sprichwörtlich aus dem Mund heraus. Sehr positiv aufgefallen ist uns die Mühe, mit der das Müllmonster erstellt wurde. Auch technisch ist der Film gut gemacht. Besonders die Müllmonster-Perspektive, mit der das schnell wachsende Müllproblem verdeutlicht wird, gefiel uns sehr gut. Lobenswert erwähnt werden sollte auch die schauspielerische Leistung der Akteure. Unser dritter Platz geht an das Medienprojekt Wuppertal und den Film „Mir doch egal".

Preis 2: "#Bellas Foto" von der Carl-Sonnenschein-Schule, Iserlohn

Begründung der Jury:
Smartphones bieten für unseren Alltag ein großes Potenzial. Mal eben ein Foto machen, ein Video aufnehmen, eine Nachricht checken oder kurz mal nachschauen wann der nächste Bus fährt. Das Smartphone ist immer zur Hand. In der Schule sorgt es leider manchmal für Probleme, lenkt ab oder wird für nicht so schöne Dinge missbraucht, Stichwort Cybermobbing. Der Film zeigt uns, wie wichtig ein verantwortungsvoller Umgang mit der mobilen Technik ist und wie wichtig es ist, sich mit möglichen Gefahren auseinander zu setzen.
Gut, wenn man sich als Cyber Mobbing Opfer jemandem anvertrauen kann. Der Film ist sehr realistisch und aus unserer Sicht leider immer noch von großer Relevanz. Viele unterschiedliche Kameraeinstellungen, auch ungewöhnliche Perspektiven und ein gekonnter Schnitt, heben die stringente Handlung des Films hervor.Emotionen werden mit der passenden Musik optimal transportiert und auch die schauspielerische Leistung vermittelt dem Betrachter einen authentischen Eindruck. Unser zweiter Platz geht an die Carl-Sonnenschein-Schule mit dem Film „#Bellas Foto“.

Preis 1: "unerhört" von der Humboldtschule, Halver

Begründung der Jury:
Es ist schon eine große Herausforderung neu in eine Klasse zu kommen. Man kennt noch niemanden, hat noch keine Freunde und hofft, dass die anderen nett zu einem sind. Das ist schon schwer genug. Was aber, wenn noch andere Dinge hinzu kommen? Unser erster Platz hat uns nachdenklich und aufmerksam auf ein Thema gemacht, welches nicht so alltäglich ist oder doch? Wir alle nehmen die Welt über unsere Sinne wahr. Neben dem Sehsinn ist dabei der Hörsinn von besonderer Bedeutung, denn über ihn kommunizieren wir und treten

miteinander in Kontakt. Der Film greift das Thema sehr gekonnt und innovativ auf. Bereits am Anfang wird

angedeutet: „Hast Du Würmer in den Ohren?“. Auch die Musik dazu ist passend gewählt. Gut gewählte Dialoge, mit echter Gebärdensprache übermitteln einen tief gehenden Eindruck. Es geht um Handicaps und darum wie unsere Gesellschaft damit umgeht, denn es fängt im Kleinen an. Unser Fazit: Alles kann sich verändern mit den Menschen in unserem Umfeld. Der Film zeigt uns, wie wichtig ein wertschätzender Umgang miteinander ist, frei von Vorurteilen und dass wir alle von einander lernen können, mit oder ohne Behinderung. Jeder sollte in unserer Gesellschaft seinen Platz haben und nicht benachteiligt oder diskriminiert werden. Ein toller Film mit einer starken Aussage. Unser erster Platz geht an die städtische Humboldtschule und den Film „unerhört“.

Gewinner der Alterskategorie KIDS (7-13 Jahre)

Die Jury 2020, bestehend aus Liv, Joyce, Nele und Lina unter der Leitung  von Filmemacher Robert Biermann hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht!

Preis 3: "Always on- Wie oft hängst du am Smartphone?!" von Freigesprochen Mediencoaching, Köln

Begründung der Jury:

• Für Kinder und Jugendliche wichtiges Thema

• Einzige Reportage im Kids-Wettbewerb

• Interessante Interviews mit lehrreichen Details

• Professionelle Kameraführung und Lichtsetzung

• Kreative Bildübergänge

• Musik und Schnitt machen den Beitrag sehr kurzweilig und unterhaltsam


Preis 2: "FERträumt" von der Friedrich-Ebert-Realschule, Hamm

Begründung der Jury:

• Handlung sehr originell und kreativ, nah am wirklichen Leben, gut ausgedacht

• Gutes Schauspiel, vor allem von der Hauptdarstellerin

• Realistisch inszenierte Grundsituation mit einer Nachsitzstunde

• Sehr gelungene Kameraführung

• Hervorhebung der Traumszene durch Schwarzweiß-Inszenierung

• Stilmittel wie Zeitraffer und Toneffekte sehr gut eingesetzt

• Insgesamt sehr unterhaltsam und witzig

 

Preis 1: "Die App, die keiner braucht!" von der Gilden-Grundschule, Dortmund

Begründung der Jury:

• Ernstes und wichtiges, weil sehr aktuelles Thema (Recht am eigenen Bild), witzig und unterhaltsam umgesetzt

• Lehrreich

• Witziger Kommentar, der das Geschehen im Film begleitet

• Kamera- und Tontechnik sehr gut, passende und lustige Toneffekte

• „realistische“ Effekte, z.B. beim Stromschlag

• Musikeinsatz und Schnitt sorgen für Dynamik und lassen keine Langeweile aufkommen

• Gelungener Einsatz von Zeitlupe, insgesamt ein sehr spielerischer Einsatz von Effekten

• Sehr gutes Schauspiel

• Schluss-Statement motiviert zu mehr Rücksichtnahme

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